ECY 2019 - Tag 6 – Rückreise und Resumée

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ECY 2019 - Tag 6 – Rückreise und Resumée

Nach dem Galadinner und der Abschlussfeier war es für den ein oder anderen durchaus schwer, rechtzeitig zum gemeinsamen Frühstück aus den Federn zu kommen, aber letztlich haben es alle pünktlich geschafft.

Dank der angenehmen Flugzeiten hatten wir zwar noch ewig Zeit, unsere Sachen zu packen und auszuchecken, bevor uns der Transferbus der TBBDF wieder zum Flughafen Ankara bringen sollte, aber wir wollten uns noch von den anderen verabschieden, also sind wir schon um 8 unten gewesen, um uns von den Niederländern zu verabschieden, um halb Eins dann von den Ungarn und so weiter und so fort, bis wir dann am Ende das letzte Team waren, das noch auf den Transfer wartete.

Am Flughafen selbst hatten wir ausreichend Zeit, noch die letzten Shoppingaufträge zu erfüllen. Auch der ein oder andere letzte türkische Mokka gingen sich noch aus, bevor wir dann mit nur einer Stunde Verspätung unseren Direktlug gen Wien antreten konnten. Abflug 19:15 Ortszeit = 18:15 Wiener Zeit. Gelandet sind wir dann um 20:50 Ortszeit, wo wir bereits sehnlichst erwartet wurden. Nach Begrüßung, Verabschiedung und natürlich auch dem obligatorischen Abschlußfoto endete für uns mit der Übergabe unserer Schutzbefohlenen an die Abholkomitées aus Eltern und Anverwandten auch unser Ausflug. Europe Cup Youth 2019 war damit Geschichte.

Was bleibt nun noch zu sagen? Wir hatten viel Spaß und sind mehr als stolz auf alle unseren Jugendlichen: Nicht nur die gezeigten Leistungen am Board, sondern auch und vor allem das Verhalten abseits des Boards: Alle Jugendlichen haben sich als verlässliche junge Erwachsene gezeigt, die auch bereit sind, das Eigene hinter das Team zurückzustellen. Sie haben sich unterstützt, motiviert, aber auch getröstet und wieder aufgebaut. Sie haben sich selbst animiert und untereinander dafür gesorgt, dass das ganze Programm reibungslos über die Bühne gehen konnte: Bereits das Teambuilding-Wochenende war die Generalprobe und die hat erschreckend gut funktioniert. Der Ausflug in die Türkei hat dann ebenfalls von der Anreise bis zur Rückkehr nach Wien hervorragend geklappt. Und dafür sagen wir Danke!

Leider waren die sportlichen Ergebnisse nicht annähernd so gut wie die Leistungen, die unsere Burschen und Mädels am Board gezeigt haben. Das allgemeine Niveau ist seit Jahren kontinuierlich gestiegen hat aber im Vergleich zum letzten Jahr einen sensationellen Sprung gemacht – und zwar bei allen Nationen. Dass die Finalisten nicht nur aus den Niederlanden und England kommen, sondern darüber hinaus auch aus Irland, Tschechien, Ungarn und Schottland zeigt, dass es überall mit Sieben-Meilen-Stiefeln vorangeht in der Jugendarbeit.

Wir glauben, dass auch wir mit unserer Arbeit auf dem richtigen Weg sind, den Jugendlichen neben Training auch möglichst viele und hochwertige nationale wie internationale Vergleichsmöglichkeiten bieten, Turniererfahrung sammeln, um diese dann bei Events wie Europe Cup Youth, World Cup oder World Masters in sportliche Erfolge umsetzen zu können. Allerdings gibt es im Sport aber auch keine Garantien. Von der Qualität war dieser Europe Cup Youth sehr stark besetzt, die Leistung aller enorm hoch, wie es ja auch zu erwarten ist. Dass neben allen sportlichen Anstrengungen immer auch das notwendige Quäntchen Glück für den Erfolg notwendig ist, dürfte aber auch klar sein, kann aber nicht erzwungen werden. Auch dieses Jahr hat es wieder nicht wirklich sollen sein und die Endergebnisse spiegeln leider nicht im Geringsten die tatsächlich gezeigten Leistungen wider. Gerade für uns Betreuer ist es unendlich traurig zu sehen, dass die tollen Leistungen unserer Schützlinge einfach nicht angemessen belohnt werden.

Wir hoffen, wir konnten mit unseren Berichten und Informationen ein anschauliches Bild dieser Veranstaltung vermitteln und legen ganz besonderen Wert darauf, dass es weder am Technischen noch am Willen zum Sieg unserer Jungs und Mädels gefehlt hat.

Auch für uns Betreuer ist ein derartiger Ausflug immer eine emotionale Achterbahn, wir versuchen unser Bestes, die richtigen Burschen und Mädels auszusuchen, sie bestmöglich auf den Cup vorzubereiten und vor Ort zu organisieren und natürlich auch emotional zu unterstützen. Dabei fiebern wir selbst auch bis kurz vorm Herzinfarkt mit und sind vor Spielen nervöser als die Jugendlichen selbst. Wir lernen uns alle in den wenigen Tagen sehr intensiv kennen und schätzen und es ist immer auch ein große Prise Traurigkeit dabei, wenn man dann wieder Abschied nehmen muss – insbesondere, wenn man weiß, dass manche der Jugendlichen nächstes Jahr volljährig sind und man nicht mehr einfach gemeinsam zum nächsten ECY fahren kann.

Wir möchten unseren Burschen und Mädels unseren Respekt zollen für die Motivation, den Einsatz und auch die Disziplin, die Republik Österreich hervorragend repräsentiert zu haben. Marcel Steinacher, Paul Freysinger, Rene Hwizda, Dominik Ortner, Carina Rauscher und Tabea Branka haben ein tolles Bild abgegeben, haben sich als Team gezeigt und bei den anderen Nationen sowie den Gastgebern einen tollen Eindruck hinterlassen. Wir wünschen allen, dass sie sich das auch weiterhin fürs Leben mitnehmen und vielleicht irgendwann auch als Erwachsene Herren oder Damen unser Land nochmal vertreten werden.

Fazit: 6 Tage und ein Teambuilding-Wochenende können einfach toll sein. Danke dafür!

Heinz-Peter Engertsberger und Dietmar Schuhmann

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